ACR-Response-Kriterien

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

ACR-Responder-Kriterien

Definition

Rheumatologischer Effektivitätsparameter des American College of Rheumatology (ACR20-ACR70) zur Messung des Therapieerfolges der sich v.a. bei klinischen Studien allgemein durchgesetzt hat.

Allgemeine Information

  • Die ACR-Response-Kriterien bewerten, ob es durch die Therapie zu einer Besserung von vordefinierten Symptomen gekommen ist. Eine ACR20-Effizienz liegt beispielsweise vor, wenn der Patient eine mindestens 20%ige Besserung der nachfolgend aufgeführten Parameter im Vergleich zum Ausgangswert erfahren hat:
    • Anzahl der empfindlichen/schmerzhaften Gelenke
    • Anzahl der geschwollenen Gelenke
  • Zusätzlich müssen 3 der nachfolgenden 5 Parameter eine > 20 % Besserung im Vergleich zum Ausgangswert aufweisen:
    • Gesamtbeurteilung der Krankheitsaktivität durch den Arzt ("physician´s global assessment of the arthritic condition")
    • Gesamtbeurteilung der Krankheitsaktivität durch den Patienten ("patient´s global assessment of the arthritic condition")
    • Schmerz (visuelle Analogskala (VAS)
    • HAQ-Funktionsbehinderungsindex (HAQ)
    • CRP-Wert (CRP, S-reaktives Protein).
Für moderne, wirksame Substanzen, speziell aus der Gruppe der langwirksamen Antirheumatika, wird heute eine > 50%-Verbesserung gefordert. Hierbei werden folgende klinische und labortechnische Parameter bestimmt: Anzahl der druckempfindlichen und geschwollenen Gelenke sowie 3 von 5 der Kriterien Schmerz, globale Beurteilung durch Pat. und Untersucher, Blutsenkung, C-reaktives Protein.

Literatur
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  1. Felson DT, Anderson JJ (2001) A review of evidence on the discriminant validity of outcome measures in rheumatoid arthritis. J Rheumatol 28: 422-426

Verweisende Artikel (1)

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