ACE

Zuletzt aktualisiert am: 31.08.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Angiotensin converting enzyme; Angiotensin-konvertierendes Enzym; Kininase II

Definition

Akronym für "Angiotensin converting enzyme". Verlaufsparameter zur Beurteilung der Krankheitsaktivität einer Sarkoidose. ACE ist u.a. erhöht bei Sarkoidose, Hyperthyreose, HIV-Infektion, chronischen Lungenerkrankungen, Plasmozytom, Speichererkrankungen.

Allgemeine Information

Enzym, das zur Gruppe der Angiotensine (Peptidhormone) gehört. Hierbei handelt es sich um Gewebehormone des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems. ACE ist für die Aufrechterhaltung des Blutdruckes und für die Regelung des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes von großer Bedeutung (s.a. Kallikrein).

ACE hat die Eigenschaften einer Peptidase und wandelt innerhalb des Renin-Angiotensin-Systems das Peptid und Prohormon Angiotensin I (wahrscheinlich biologisch inaktives Decapeptid) in das Hormon Angiotensin II um. Dieses wirkt stark gefäßverengend (vasokonstriktorisch). ACE erhöht auf diese Weise indirekt den Blutdruck.

Folglich werden ACE-Hemmer (diese hemmen kompetitiv ACE) in großem Umfang zur Behandlung der arteriellen Hypertonie eingesetzt.

Weiterhin spaltet ACE Substanz P (s.u. Pruritus), beta-Endorphine und andere Peptide, die die Funktionen von Langerhanszellen und T-Lymphozyten modulieren (hemmender Einfluss auf die kontaktallergische Reaktion!).

Durchführung

2 ml Serum zur Diagnostik entnehmen.

Hinweis(e)

  • Bei dem ACE-Polymorphismus handelt es sich um einen "insertion/deletion" (I/D)-Polymorphismus. Die zirkulierende Menge an Enzym ist bei dem I-Polymorphismus gering. Es besteht offenbar bei Trägern dieses Polymorphimus ein erhöhtes Risiko an Kontaktallergien.
  • Der ACE-Normwert: 8-28 mU/ml.

Literatur
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  1. Schnuch A (2013) Genetics of contact allergy. Hautarzt 62: 732-738
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