ABCD-Regel

Definition

Klinische Regel zur Beurteilung der Dignität pigmentierter Hautveränderungen bzw. melanozytärer Naevi nach den folgenden Kriterien:

  • A = Asymmetry (ungleiche Hälften auf beiden Seiten einer gedachten Mittellinie)
  • B = Border irregularity (unregelmäßige Begrenzung)
  • C = Colour variation (Farbveränderung), v.a. Auftreten von Schwarz-, Grau-, Rottönen, Abblassung einzelner Anteile (wichtigstes Kriterium)
  • D = Diameter (Durchmesser): mehr als 5 mm oder Größenwachstum

Wenn alle vier Kriterien erfüllt sind, ist eine pigmentierte Hautveränderung hochgradig verdächtig auf ein malignes Melanom. Als 5. Parameter kann das exophytische Wachstum (E = Elevation) in die Beurteilung des Tumors miteinbezogen werden.

  • E = Elevation

Merke! Die ABCD-Regel ist allgemein als Richtlinie für Dignitätskriterien melanozytärer Naevi akzeptiert. Allerdings versagt sie häufig beim nodulären malignen Melanom, insbesondere jedoch bei amelanotischen Tumoren.

Literatur
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  1. Chamberlain AJ et al. (2003) Nodular melanoma: Patient`s perceptions of presenting features and implications for earlier detection. J Am Dermatol 48: 694-701
Zuletzt aktualisiert am: 19.02.2016