Zelluläre Immunreaktion

Zuletzt aktualisiert am: 04.11.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Durch spezifisch sensibilisierte T-Lymphozyten vermittelte Immunreaktion. Die T-Zellen besitzen auf der Oberfläche spezifische Antigen-Rezeptoren zur Antigen-Erkennung (T-Zell-Rezeptor assoziiert mit dem CD3-Komplex). Nach Antigenkontakt kommt es zur klonalen Expansion, zur Bildung von Effektor- und Gedächtniszellen. T-Zellen erkennen Antigene auf antigenpräsentierenden Zellen im Kontext mit Molekülen des Haupthistokompatibilitätskomplexes ( MHC). CD8-positive Zellen erkennen Antigene in Verbindung mit MHC I-Strukturen. Die CD4-positiven Zellen erkennen Antigene im Zusammenhang mit MHC II-Strukturen. Aktivierung von CD8-positiven Zellen führt zur Ausbildung zytotoxischer Zellen, die die Zielzelle abtöten können, z.B. bei Virusinfektionen. Die Antigenpräsentation in Verbindung mit MHC II-Strukturen führt zur Sensibilisierung und Produktion von Effektor-T-Zellen.

Hinweis(e)

Apoptose bei T-Lymphozyten: Für die Beendigung einer T-Zell-induzierten Immunantwort (s.u. Immunität) ist der aktivierungsinduzierte Zelltod (AICD) von großer Bedeutung. Bei kutanen T-Zell-Lymphomen spielt eine "Resistenz" der AICD eine ätiopathogenetische Rolle.

Weiterführende Artikel (4)

Antigen; Apoptose; Histokompatibilitätsantigene; Immunität;
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