Vitamin B12

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Cobalamin; Cyanocobalamin

Definition

Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, gehört zum Vitamin-B-Komplex und ist das einzige wasserlösliche Vitamin, das der Körper über mehrere Jahre speichern kann. Vitamin B12 ist für die Bildung roter Blutkörperchen, die Funktion des Nervensystems und die Regeneration der Schleimhäute von essenzieller Bedeutung.

 

Allgemeine Information

Vitamin B12 wird im Magen aus Nahrungsprotein durch die Wirkung von Magensäure freigesetzt und bevorzugt an Haptocorrin gebunden. Im oberen Dünndarm  wird der Haptocorrin-Vitamin-B12-Komplex abgebaut und Vitamin B12 an den Intrinsic factor  (IF) gebunden.  Dieser IF-Vitamin-B12-Komplex kann über einen Membran-ständingen Rezeptor  auf den Enterorozyten gebunden und zellullär aufgenommen werden. In den Enterozyten wird dieser Komplex erneut abgebaut, das Vitamin B12 auf ein drittes Protein, auf Transcobalamin (TC) übertragen. Dieser als Holotranscobalamin (HoloTC) bezeichnete Komplex, gelangt über die Blutbahn und kann in allen Zellen über einen spezifischen Rezeptor zellulär aufgenommen und vearbeitet werden.   

Der Tagesbedarf liegt bei etwa 5ug.

Die biologische Halbwertszeit von Vitamin B12 liegt bei bis zu 2 Jahren. 

Normwert: Der Normwert liegt im Serum zwischen 150 und 800 pmol/l

Pathologisch erhöht: vegane Ernährung, intestinale Malabsorption, Achlorhydrie, Mangel an Intrinsic Factor

Verweisende Artikel (2)

Cobalamin; Malassimilationssyndrom;
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