Siliciumdioxid

Zuletzt aktualisiert am: 17.03.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

CAS-Nr.: 7631-86-9; Kieselsäure; Kieselsäureanhydrid; Siliciumdioxid; Siliziumdioxid

Definition

Siliciumdioxid ist das auf der Erde am häufigsten vorkommende Mineral (s.a. Silicium). Es ist Bestandteil der Zellwände zahlreicher Pflanzen. Damit ist die Substanz auch in Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen enthalten. Siliciumdioxid wird im Darm des Menschen nicht resorbiert. Es wird unverändert ausgeschieden.

Das in der EU als Lebensmittelzusatzstoff unter der Nummer E 551 genutzte Siliciumdioxid wird aus dem natürlichen Quarzsand gewonnen. Es wird in Form eines hochdispersen Siliciumoxids  (Silicium dioxidatum dispersum, Ph.Eur.2) zu einem feinsten Pulver (mit einer Teilchengröße von 10-40nm) verarbeitet.   

Die Kristalle des pulverförmigen Siliciumoxids können auf Grund ihrer enormen inneren Oberfläche (auf rein physikalische Weise) bis zu 40% Wasser aufnehmen, ohne dabei ihre pulvrige Konsistenz zu verlieren. Damit sind Siliciumoxide ideale Trennmittel. Diese besondere Eigenschaft wird lebensmitteltechnisch genutzt um (pulvrige) Lebensmittelpartikel vor dem Verklumpen zu schützen. 

Anwendungsgebiet/Verwendung

Als Lebensmittelzusatzstoff: Unter der Nummer E 551 wird Siliciumdioxid zumeist als Trennmittel in pulvrigen Lebensmittel verwendet, um deren Rieselfähigkeit zu erhalten. Die Höchstmengenbeschränkung hierfür ist unterschiedlich; sie liegt meist bei 10 g/ kg. Siliciumdioxid ist nur für bestimmte Lebensmittel zugelassen. Dazu gehören unter anderem für: Trockenlebensmittel in Pulverform, Käse, in Scheiben oder gerieben, Würzmittel, Kochsalz.

Pharmazeutisch: Siliciumdioxid dient als Trägerstoff von Flüssigkeiten, Cremes, Emulsionen, Suppositorien u.a. Weiterhin als Adsorptionsmittel zur Trockenhaltung von hygroskopischen Substanzen. Als Antistatikum und Umhüllungsmittel bei Pudern und Pulvern.

Homöopathisch: Reines gefälltes, wasserhaltiges Siliciumdioxid wird homöopathisch bei diversen chronischen Entzündungsprozessen des Menschen genutzt, so auch bei schlechter Heilungstendenz.   

Kosmetik: Siliciumverbindungen kommen in diversen  Verbindungen und in unterschiedlichen Funktionen in kosmetischen Rezepturen zur Anwendung.  

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