Serotonin-Syndrom E34.9

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Synonym(e)

serotoninerges Syndrom; serotonin syndrome

Definition

Erkrankung ausgelöst durch einen Serotonin-Überschuss im Gehirn, der in der Regel medikamentös ausgelöst wird.

Ätiopathogenese

V.a. ausgelöst durch Kombinationen von Medikamenten, die den Abbau von Serotonin hemmen (z.B. MAO-Hemmer, SSRI).

Klinisches Bild

Symptome eines Serotonin-Syndroms:
  • Autonom vegetative Symptome: z.B. Pulsanstieg, Schwitzen, Übelkeit, Durchfall, schnelle Atmung, Kopfschmerzen, Pupillenerweiterung.
  • Symptome einer zentralnervösen Erregung: z.B. Unruhe, Halluzinationen, Störungen des Bewusstseins, Koordinationsstörungen.
  • Neuromuskuläre Symptome: z.B. Krämpfe, Anfälle, gesteigerte Reflexe, Tremor.

Therapie

Die Therapie ist rein symptomatisch. Ein spezifisches Antidot ist bislang nicht bekannt.

Literatur
Für Zugriff auf PubMed Studien mit nur einem Klick empfehlen wir Kopernio Kopernio

  1. Jimenez-Genchi A (2006) Immediate switching from moclobemide to duloxetine may induce serotonin syndrome. J Clin Psychiatry 67: 1821-1822
  2. Steinberg M et al. (2007) Mild serotonin syndrome associated with concurrent linezolid and fluoxetine. Am J Health Syst Pharm 64: 59-62

Verweisende Artikel (1)

Fluoxetin;

Weiterführende Artikel (2)

Fluoxetin; Monoaminooxidase-Hemmer;

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017