Sensitivität, multiple, chemische T78.4

Zuletzt aktualisiert am: 19.01.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

MCS

Definition

Durch Chemikalienexposition bedingte Überempfindlichkeit, die sich durch rezidivierende Symptome an unterschiedlichen Organen kennzeichnet (s.a. Öko-Syndrom).

Ätiopathogenese

Unbekannt. Auszuschließen ist eine somatoforme Störung.

Klinisches Bild

Unspezifische Symptome wie Juckreiz, Hautbrennen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, Gedächtnisstörungen; Durchfall, Atemnot, Beklemmungsgefühle.

Diagnose

Nach einem MCS-Consensus werden folgende Parameter gefordert:
  • Symptome sind durch wiederholte Exposition reproduzierbar
  • Symptome werden durch geringe Konzentrationen (geringer als generell toleriert) unterschiedlicher Agenzien ausgelöst
  • Expositionsmeidung führt zur Besserung bis zur vollständigen Genesung
  • Reaktionen auf multiple chemisch nicht miteinander verwandte Substanzen
  • Symptome betreffen multiple Substanzen ( Nahrungsmitteladditiva, Pestizide, Arzneimittel, Innenraumluftschadstoffe, Lösungsmittel, Alkohole, Parfum, Kosmetika, Kleidung, Plastik, Chlor, Amalgam, Kfz-Abgase, Ozon u.a.).

Therapie

Vermeidung der auslösenden Agenzien.

Literatur
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  1. MCS-Consensus (1999) Multiple chemical sensitivity: a 1999 consensus. Arch Environ Health 54: 147-149
  2. Eggermann T et al. (2003) Multiple chemische Sensitivität (MCS) Strategien zur Aufklärung genetischer Prädispostionen. Allergologie 26: 280-286

Verweisende Artikel (2)

MCS; Störungen, somatoforme;

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