Propolis

Synonym(e)

bee glue; Bienenharz, Bienenkitt; Kittharz; Propolis cera

Inhaltsstoffe

55% Harz und Pollenbalsam (Kaffeesäureester), 20-30% Wachs, 10% ätherisches Öl, Benzencarbon, Phenylacrylsäuren, Benzyl- und Phenylalkoholee; Flavonoide.

Vorkommen

Propolis ist das Kittharz der Bienen. Bienen sammeln das klebrige Exsudat von den Knospen verschiedener Bäume, vermischen es mit Speichel und Wachs und stellen daraus ein Harz her, mit denen sie Fugen und Risse in ihrem Bau abdichten.

Propolis ist eine bräunlich bröcklig klebrige Masse, die würzig duftet. Sie besteht zu 80% aus Harzen und Wachsen, die ätherische Öle, Flavonoide, Pollen, Insektenbestandteile und Fremdkörper enthalten. Die enthaltenen Knospen stammen zum überwiegenden Teil aus Populus nigra L. (Schwarzpappel, Salicaceae) aber auch anderen Populsarten und anderen Baumarten, je nach Standort des Bienenstocks.

Anwendungsgebiet/Verwendung

In Ägypten bereits vor der christlichen Zeitrechnung zum Einbalsamieren verwendet, in Griechenland und im antiken Rom auch zum medizinischen Einsatz gebraucht. Erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde es in Europa wiederentdeckt und hat eine weite Verbreitung in der Volksmedizin. Propolis werden bakterizide, antimykotische, adstringierende, choleretische, antiseptische, spasmolytische und entzündungshemmende sowie wundheilungsfördernde und anästhesierende Eigenschaften zugesprochen. Die antivirale Wirkung wird den darin enthaltenen Flavonoiden und Kaffeesäureestern zugeschrieben.

Dermatologische Anwendung insbesondere bei Akne, Psoriasis, atopischem Ekzem, Unterschenkelgeschwüren, Verbrennungen, Wunden, Kontaktekzemen, Rosazea, Herpes-simplex-Infektionen u.a. Weite Verbreitung findet Propolis auch in Kosmetika und Toilettenartikeln.

Kosmetische Anwendungen: Propolis wird in kosmetischen Rezepturen eingesetzt. Das Substanzgemisch wirkt ur Pflege der unreinen Haut, als Konservierungsmittel und als feuchtigkeitsspendende Substanz.   

Homöopathische Zubereitungen können Propolis enthalten ebenso wie Kaugummi und Karamellbonbons.

Technische Verwendungeen: Propolis findet Einsatz in der Textilindustrie und wird zur Herstellung von Modelliermassen, Polituren und Firnissen, z.B. zur Oberflächenbehandlung von Violinen, eingesetzt.

Medizinische Anwendung: Propolis-haltige Externa finden A: Weite Verbreitung findet Propolis auch in Kosmetika und Toilettenartikeln. Es wird zur Pflege der unreinen Haut, als Konservierungsmitteljund als Feuchtigkeits-spendendes Mittel eingesetzt.

 

Unerwünschte Wirkungen

Hauptallergene sind die aus den Pappelknospen (s.a. Populi gemmae) isolierten Kaffeesäureester (s.u. Kaffeesäure). Sensibilisierungspotenz: Mittelstark (Propolis) bzw. stark (Kaffeesäureester). Sensibilisierungshäufigkeit: Selten. Früher sensibilisierten sich im Wesentlichen Imker, heute meist Privatpersonen, die die äußerliche Anwendung von Propolis-haltigen Produkten betreiben (s.o.). Wegen antiseptischer, antimykotischer, antibakterieller, antiinflammatorischer, anästhetischer u.a. Wirkungen häufig in Lokaltherapeutika enthalten. Kreuzallergien mit Kolophonium, Bienenwachs, Perubalsam, Pix pinaceae, Pix betulina, Zimtaldehyd. Sensibilisierungsrate bei Patienten zwischen 1 und 2%.

Klinisches Bild

Kontaktallergie an Händen, Gesicht, Stamm, Unterschenkeln.

Literatur

  1. Ammon HTP (2014) Hunnius Pharmazeutisches Wörterbuch. Walter de Gruyter GmbH Berlin,Boston  S.1464
  2. Hausen BM, Vieluf K (1997) Allergiepflanzen, Pflanzenallergene. Ecomed Verlag, Landsberg/München, S. 209–213
  3. Miorin PL et al. (2003) Antibacterial activity of honey and propolis from Apis mellifera and Tetragonisca angustula against Staphylococcus aureus. J Appl Microbiol 95: 913-920
  4. Patricio EF et al. (2002) The propolis of stingless bees: terpenes from the tibia of three Frieseomelitta species. J Insect Physiol 48: 249-254
Zuletzt aktualisiert am: 11.02.2018