Polyvinylpolypyrrolidon

Zuletzt aktualisiert am: 15.12.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Crospovidone; Polyplasdone XL®; Polyvin; PVPP

Definition

Polyvinylpolypyrrolidon ist ein quervetzter Kunststoff, der aus Vinylpyrrolidonbausteinen hergestellt wird. Die Substanz besteht aus einem Gemisch von unterschiedlich langen quervernetzter Ketten polymerisierter Mono-N-vinylpyrrolidon Homologe. Die Substanz ist in Wasser und allen organischen Lösungsmitteln unlöslich. Sie ist stark hygroskopisch.

Offizinell

DAC86

Vorkommen

Arzneilich dient die Substanz als Zerfallsbeschleuniger in Tabletten.

Kosmetik: Polyvinylpolypyrrolidon wird in versch. Shampoos verwendet.

Lebensmitteltechnisch wird die Substanz zum Klären und Stabilisieren von Wein und Bier (im Einklang mit dem deutschen Reinheitsgebot) verwendet (E 1202). Polyvinylpolypyrrolidon bindet neben Fehlaromen und Schadstoffen auch unerwünschte Polyphenole, die Nachtrübungen verursachen können. PVPP wird anschließend weitgehend wieder herausgefiltert. Daneben dient Polyvinylpolypyrrolidon als Trägerstoff für Nahrungsergänzungsmittel und Süßstofftabletten.

Hinweis(e)

Allergologisch spielt Polyvinylpolypyrrolidon keine wesentliche Rolle. Lebensmitteltechnisch gilt sie als unbedenklich. 

Verweisende Artikel (2)

E 1202; Lebensmittelzusatzstoffe (Übersicht);
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