Nussallergie

Zuletzt aktualisiert am: 04.11.2016

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Häufige, meist nicht kalr definierte Nahrungsmittelallergie die sich auf Nüsse, Samen und Kerne (s.u. Nuss) bezieht und einer subtilen klinischen Abklärung bedarf. Bei der Diagnosesicherung stehen Anamnese und Hauttestungen im Vordergrund. Hinzu kommt der Nachweis von spezifischen IgE-Antikörpern im Serum. Die Testmethode mit der grössten Voraussagekraft ist der sehr aufwendige, letztlich häufig nicht verzichtbare, doppelblinde Placebo-kontrollierte orale Provokationstest.

Einteilung

Nussallergien können wie alle weiteren Nahrungsmittelallergien ebenfalls in 3 Untergruppen eingeteilt werden (Typ A-C):

  • Typ A: tritt vor allem bei Kleinkindern auf, die sich über den Gastrointestinaltrakt sensibilisieren. Nach Monaten bis Jahren stellt sich häufig eine Toleranz gegen diese Nahrungsmittel ein.
  • Typ B (ältere Kinder und Erwachsene): Primär aerogen sensibilisiert (z.B. gegen Pollen), kann es aufgrund einer Kreuzallergie (Strukturähnlichkeit der Allergene) zu Nahrungsmittelallergien kommen. Dieser Sensibilisierungsweg findet sich meist bei Allergien auf Nüsse, Samen und Kerne.
  • Typ C: tritt vor allem bei nicht-atopischen Frauen auf. Die Sensibilisierung erfolgt über den Gastrointestinaltrakt. Diese Allergien sind häufig lebenslänglich vorhanden.

Prognose

Die strikte Karenz der Allergie-verursachenden Nahrungsmittel ist die wichtigste Prävention. Diese ist häufig schwierig, da Nahrungsmittel oft ungenügend deklariert werden.

Literatur
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  1. Senti G et al. (2000) Nüsse, Samen und Kerne aus allergologischer Sicht. Schweiz Med Wochenschr 130: 1795-1804
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