Narzisse, gelbe

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Daffodil; Easter lily; Narcissus pseudonarcissus; Osterglocke

Definition

15-40 cm hohes Zwiebelgewächs aus der Familie der Narzissengewächse (Amaryllidaceae) mit Blütezeit im Frühjahr (März-April).

Vorkommen

Als Zierpflanze weit verbreitet in Westeuropa.

Anwendungsgebiet/Verwendung

Im 19. Jahrhundert als Spasmolytikum und Sedativum eingesetzt, in der Homöopathie Anwendung bei Schnupfen, Bronchitis, Keuchhusten und Diarrhoen.

Unerwünschte Wirkungen

Die gelbe Narzisse enthält bis zu 0,15% Alkaloide mit z.T. irritativer bzw. toxischer Wirkung. Für Narcissus pseudonarcissus L. sind bis dato 15 verschiedene Alkaloide bekannt, darunter Hämanthamin, Gallanthamin, Galanthin, Lycorin, Lycorenin und Narcissamin. Galanthamin kann z.B. eine temporäre Spasmolyse bewirken, Lycorin wirkt schwach tumorinhibierend gegenüber Sarkomen. S.a.u. Narzissendermatitis.

Literatur
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  1. Bruynzeel DP (1997) Bulb dermatitis. Dermatological problems in the flower bulb industries. Contact Dermatitis 37: 70-77
  2. Hausen BM, Vieluf K (1997) Allergiepflanzen, Pflanzenallergene. Ecomed Verlag, Landsberg/München, S. 191-193
  3. Lewis JR (2002) Amaryllidaceae, sceletium, imidazole, oxazole, thiazole, peptide and miscellaneous alkaloids. Nat Prod Rep 19: 223-258

Weiterführende Artikel (1)

Narzissendermatitis;
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