Milchsäure

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Acidum lacticum; alpha-Hydroxypropionsäure; CAS-Nr.: 50-21-5 Strukturformel: HOOC – CHOH - COOH (C3H6O3).

Definition

Mit Wasser mischbare, farblose bis leicht gelbliche, zähflüssige, hygroskopische Hydroxycarbonsäure. Milchsäure ist ein konservierender Lebensmittelzusatzstoff der unter E 270 zugelassen ist.  

Milchsäure senkt den Säuregrad der Lebensmittel und wirkt antimikrobiell (vorwiegend anaerob lebende Bakterien). Milchsäure wird als Säuerungsmittel in Getränken, Süßwaren und Sauerkonserven zur Abrundung des Geschmacks eingesetzt. Die Salze der Milchsäure werden als Lactate bezeichnet. Unter den E-Nummern: E 325 (Natriumlactat), E 326 (Kaliumlactat), E 327 (Calciumlactat) sind diese als Lebenmittelzusatzstoffe zugelassen. 

Milchäure als Topikum: In Externa wirkt Milchsäure keratoylisch (s.u. Keratolytikum).

Anwendungsgebiet/Verwendung

Beim Menschen kommt die Milchsäure im Schweiß, in Blut, Muskelserum, der Niere und der Galle vor. Milchsäure verbessert die Aufnahme von Mineralstoffen, z. B. Calcium, aus dem Darm. Bei einer außergewöhnlichen Betätigung der Skelettmuskulatur kann es zu einem deutlichen Anstieg des Blut-Lactatgehaltes kommen (wurde früher als Muskelkater bezeichnet). 

Normkonzentration

6–10% in Lösungen, Cremes und Salben.

Unerwünschte Wirkungen

In höherer Konzentration Verätzungen.

Präparate

Vagisan Vaginalzäpfchen, Lactisan Lösung, Episoft A

Weiterführende Artikel (2)

Keratolytika; Lebensmittelzusatzstoffe (Übersicht);
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