MED

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Erythemdosis; minimale; minimale Erythemdosis

Definition

Die Erythemschwelle des Ultraviolett ist die schwächste, aber noch scharf gegen die nicht bestrahlte Umgebung begrenzte Hautrötung, die 7 bzw. 24 Std. nach der Testbestrahlung abzulesen ist.

Allgemeine Information

Von Wucherpfennig 1931 erstmals beschrieben.

Durchführung

Entsprechend der exponentiellen Progression der UV-Reaktion an der Haut werden zur Ermittlung der MED-UVB und der MED-UVA eine Reihe von zuvor nicht UV-Licht exponierten Testfeldern (5-8 kleine Areale am Gesäß oder Rücken) geometrisch oder arithmetisch ansteigenden Bestrahlungszeiten bzw. Energiemengen ausgesetzt und nach der o.g. Definition abgelesen und bewertet. Angaben zu Normalwerten oder Referenzbereichen für MEDs müssen immer streng im Kontext der angewendeten Methoden gesehen werden; insbesondere sind die verwendeten Bestrahlungsspektren von entscheidender Bedeutung. Eine Vergleichbarkeit der MEDs, basierend auf verschiedenen Bestrahlungsquellen, gelingt durch die Umrechnung in die Standarderythemdosis (SED).

Literatur
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  1. Gambichler et al. (2006) Reference limits for erythema-effective UV doses. Photochem Photobiol 82: 1097-1102
  2. Wucherpfennig V (1931) Biologie und praktische Verwendbarkeit der Erythemschwelle des UV. Strahlentherapie 40: 201-243

Tabellen

Testort

Nicht-lichtexponierte Hautregion (Gesäß)

Testfelder

1,5 x 1,5 cm

Strahlenquellen

UV-A1: Metallhalogenidstrahler (340-400 nm)

UV-B: Fluoreszenzstrahler (Philips TL12: 285-350 nm)

UV-Dosierungen

UV-A1: Hauttyp I/II: 5, 10, 15, 20, 25, 30 J/cm2

UV-A1: Hauttyp III/IV: 20, 25, 30, 40, 60, 80 J/cm2

UV-B: Hauttyp I/II: 25, 50, 75, 100, 125, 150 mJ/cm2

UV-B: Hauttyp III/IV: 75, 100, 125, 150, 175, 200 mJ/cm2

Ablesung

sofort und nach 24 Std.

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