Kieselsäuren

Zuletzt aktualisiert am: 17.12.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Orthokieselsäure; Polykieselsäure; sicilic acid; Si(OH)4

Definition

Als Kieselsäuren werden die Sauerstoffsäuren des Siliciums bezeichnet. Kieselsäuren bilden eine reichhaltige Gruppe von Stoffen, die in der Natur in unterschiedlichen Verbindungen und Formationen vorkommen.

Die die einfachste Kieselsäure, die Monokieselsäure (Orthokieselsäure), H4SiO4, ist nicht beständig. Sie geht sofort nach Entstehen unter Abgabe von Wasser in Dikieselsäure über. Im weiteren Verlauf treten mehrere Moleküle der Orthokieselsäure zu größeren Aggregaten zusammen, der Polykieselsäure. Diese kann sich zu langen Ketten und Ringformationen (cyclische Kieselsäuren) vereinen.

 

Hinweis(e)

Die Salze der Kieselsäuren werden als Silicate (Silikate) bezeichnet. Die Ester der Kieselsäuren werden Kieselsäureester genannt. Als Kieselgel bezeichnet man eine kolloide Kieselsäure von elastischer bis fester Beschaffenheit.

In der Natur kommen Kieselsäurederivate in pflanzlichen und tierischen Lebewesen vor, so z.B. bei den weit verbreiteten Kieselalgen. Auch das Gerüst des  Schachtelhalms enthält relevante Mengen an Polykieselsäuren.

Als Lebensmittelzusatzstoff trägt Kieselsäureanhydrid die Bezeichnung E 551.

In der Kosmetik nehmen u.a. Calcium silicate  (INCI-Bezeichnung) als Absorptions-und Trübungsmittelmittel, als Viskositätsvermittler und Perlglanzgeber eine bedeutende Rolle ein. 

Weiterführende Artikel (1)

Calcium silicate (INCI);
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