Intoleranzreaktion K90.4; T88.7

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Pseudoallergie; pseudoallergische Reaktion; Reaktion pseudoallergische

Definition

Akut oder chronisch verlaufende, nicht-immunologische, dosisabhängige, eine allergische Typ I-Reaktion imitierende, biologische Reaktionsform. Häufig ausgelöst durch Arzneimittel, z.B. Salicylate ( Urtikaria, Intoleranzurtikaria), Nahrungsmittelkonservierungsstoffe und -farbstoffe oder biogene Amine.

Ätiopathogenese

Mechanismen und Ursachen von Intoleranzreaktionen:

  • Mediatorfreisetzung aus Mastzellen: Tartrazin (?), Antibiotika, Muskelrelaxantien, Opioide.
  • Beeinflussung des Arachidonsäure-Metabolismus: Röntgenkontrastmittel, Analgetika (z.B. Salizylate), Antiphlogistika, Nahrungsmittelfarbstoffe (?), Benzoate(?), Parabene (?).
  • Komplementaktivierung: Immunglobulinaggregate, Röntgenkontrastmittel, Protamin.
  • Kinin-Aktivierung: Lokalanästhetika, ACE-Hemmer.
  • Lymphozytenaktivierung: Ampicillin, Hydantoin.
  • Freisetzung v. Neurotransmittern: Erythrosin, Glutamat.
  • Erregung vegetativer Rezeptoren: Sulfite, Glutamat, Lokalanästhetika.

Klinisches Bild

Möglich sind u.a. chronische Urtikaria, anaphylaktischer Schock, Angioödeme, Beschwerden des Magen-Darm-Traktes sowie Symptome des Respirationstraktes von Rhinitis bishin zum Asthmaanfall.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

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