Definition

190 kDa großes Glykoprotein, das in der Serumimmunelektrophorese in der Gammaglobulinfraktion zu finden ist. Das IgE macht nur 0,004% der Serumimmunglobuline aus. Die pathogenetische Bedeutung von allergenspezifischem IgE bei der Rhinitis allergica und dem Asthma bronchiale besteht in der IgE-vermittelten Aktivierung von Entzündungszellen, insbesondere von Mastzellen durch Allergene mit konsekutiver Liberation präformierter und neu generierter Mediatoren. Die Plasmahalbwertszeit des IgE's beträgt etwa 2 Tage.

Allgemeine Information

Indikationen für die Bestimmung von IgE sind meist im Zusammenhang mit der Bestimmung von spezifischem IgE gegeben:

Hinweis(e)

Normwerte: Die Angaben zu Referenzbereichen für das IgE variieren und können je nach verwendeter Methode unterschiedlich ausfallen. Im Alter von 6-14 Jahren ist die Streubreite am größten.

  • Normalwerte:
    • Neugeborene: < 2,0 U/ml
    • 1. Jahr: 40,0 U/ml
    • 2. Jahr: 100,0 U/ml
    • 3. Jahr: 150,0 U/ml
    • 5. Jahr: 190,0 U/ml
    • 6. Jahr: 150,0 U/ml
    • > 16 Jahre: 120,0 U/ml.

Die höchsten Werte (> 10.000 U/ml) finden sich bei dem atopischen Ekzem. Bei exzessiv erhöhten Werten (> 20.000 U/ml) muss differentialdiagnostisch an einen zellulären Immundefekt gedacht werden. Hohes Gesamt-IgE in Verbindung mit einer hohen Bluteosinophilie ist für eine Parasitose typisch. Eine Erhöhung des Nabelschnur-IgE > 0,9 U/ml kann als prädiktiver Parameter für ein Atopierisiko angesehen werden. Der Umkehrschluss ist nicht zulässig. In einer Studie wurde berichtet, dass bei 60% aller Patienten mit chronischer Urtikaria das Gesamt-IgE erhöht war.

Pathologisch erhöht: Parasitose, maligne Tumoren, Hyper-IgE-Syndrom, Allergie, atopische Dermatose, angeborene und erworbene T-Zell-Funktionserkrankungen.

Literatur

  1. Buss YA et al. (2007) Chronic urticaria--which clinical parameters are pathogenetically relevant? A retrospective investigation of 339 patients. J Dtsch Dermatol Ges 5: 22-27
  2. Renz H et al. (2009) In-vitro-Allergiediagnostik. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) Allergo J 19: 110-128
Zuletzt aktualisiert am: 24.05.2017