Guanylsäure

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

GMP; Guanosinmonophosphat

Definition

Guanylsäure (biochemisch werden die Bezeichnungen Guanosinmonophosphat oder GMP synonym  verwendet)  ist ein 5’-Monophosphat-Abkömmling des Guanins, ein Purinderivat. Guanylsäure ist ein Bestandteil der RNA und kommt in allen Zellen von Lebewesen vor. Die RNA dient zur Umsetzung von genetischen Informationen aus der Desoxyribonukleinsäure (DNA) in Proteine. Guanylsäure wird industriell mittels Mikroorganismen hergestellt.

Guanylsäure entsteht beim Abbau von Purinverbindungen. Die Substanz ist als Lebensmittelzusatztoff  (E 626) europäisch zugelassen. Die Salze der Guanylsäure werden als Guanylate bezeichnet.  Dinatriumguanylat (E 627), Dikaliumguanylat (E 628), Calciumguanylat (E 629) sind ebenfalls als Lebenmittelzusatzstoffe zugelassen. Die Guanylsäure wirkt in salzhaltigen Lebensmitteln geschmacksverstärkend. In Mischungen mit Glutaminsäure (E 620) wird ihre geschmackliche Wirkung zusätzlich erhöht.

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