Falcarinol

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Carotatoxin; CAS-Nr.: 21852-80-2; Panaxynol

Definition

Falcarinol, ein natürlich vorkommender ungesättigter Alkohol, ist als sekundärer Pflanzenstoff in einer Reihe von Pflanzen zu finden (v.a. in Doldenblütlern). Falcarinol ist bei Zimmertemperatur eine ölige Flüssigkeit mit einem  Siedepunkt bei 115 °C .

Inhaltsstoffe

Falcarinol ist in Karotten, rotem Ginseng (Panax ginseng), im Sellerie und dem gemeinen Efeu (Hedera helix) enthalten. Die Substanz schützt die Wurzeln der Pflanzen vor Fressfeinden sowie vor Pilzinfektionen (z.B. gegen Mycocentrospora acerina) 

Wirkungen

Tierexperimentell wirkt Falcarinol in niedrigen Dosen tumorprotektiv. Weiterhin wirkt Falcarinol antibakteriell, fungizid, schmerzhemmend. Falcarinol hemmt die Thrombozytenaggregation. Falcarinol verursacht kontaktallergische und toxische Hautreaktionen (s.u. Efeudermatitis). Es wirkt in höherer Konzentration giftig.

Literatur
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  1. Kjellenberg L et al.(2012) Polyacetylenes in fresh  and stored carrots (Daucus carota): relations to root morphology and sugar content. J Sci Food Agric 92:1748-1754.
  2. Leonti M et al.(2010)  Falcarinol is a covalent cannabinoid CB1 receptor antagonist and induces pro-allergic effects in skin. Biochem Pharmacol 79:1815-1826. Machado S et al. (2002)  Occupational allergic contact dermatitis from falcarinol. Contact Dermatitis 47:113-114. 

Verweisende Artikel (2)

Efeudermatitis; Hederae folium;

Weiterführende Artikel (3)

Efeu 1.0; Efeudermatitis; Ginseng radix;
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