CCL28

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

CCK1; MEC; SCYA28

Definition

Chemokine, eine Untergruppe der Zytokine, sind kleine (Größe zwischen 8 und 10 kDa), chemotaktisch wirksame Proteine (Signalproteine). Sie sind bei allen Vertebraten, bei einigen Virusarten und Bakterien verbreitet. Beim Menschen sind derzeit etwa 50 Chemokine bekannt.  Ein stark konserviertes Strukturmerkmal aller Chemokine ist eine fixe Gruppe von Cysteinresten, die über 1 oder 2 Disulfidbrücken stabilisiert wird.  Diese strukturelle Schlüsselstellung im Molekül ist für ihre fixe 3-dimensionale Struktur verantwortlich.

Bei den CC-Chemokinen folgen die Cysteine direkt aufeinander (s. Abb.), bei den CXC-Chemokinen sind sie  (CC = Akronym für Cystein-Cystein) durch 1, bei den CXXXC-Chemokinen durch  3 andere Aminosäure getrennt. Herein we show that CCL15 is processed in human synovial fluid by matrix metalloproteinases (MMPs) and serine proteases. werden von einer Vielzahl von Immunzellen produziert und sezerniert. Sie vermitteln ihre Signale über Bindung an Chemokin-Rezeptoren via G-Proteine. Einige Chemokine wirken proinflammatorisch, andere wirken regulativ bei der Entstehung, der Homöostase und Proliferation von Geweben.

CCL28, auch als C-C motif chemokine ligand 28, ist ein kleines, humanes Zytokin das zu der CC Chemokinfamilie zugehörig ist. Es zeigt eine hohe Übereinstimmung seiner Aminiosäuresequenz mit CCL27. CCL28 ist auch u.a. unter dem Namen „mucosae-associated epithelial chemokine“ oder MEC bekannt. Es bindet wie andere Chemokine auch (CCl5, CCL7, CCL8, CCL11, CCL13, CCL15, CCL24, CCL27, CCL26) an die Chemokin-Rezeptoren CCR3 und CCR10 und reguliert die Chemotaxis der Rezeptor-exprimierenden Zellen so von T-und B-Zellen, eosinophilen Granulozyten. CCL28 wird in Darmzellen, in der Lunge, im Mammadrüsengewebe und in den Speicheldrüsen exprimiert.

Allgemeine Information

CCL28 ist in die Migration von IgA –produzierenden Zellen des Mammadrüsengewebes (Pallister KB et al. 2015), der Speicheldrüsen und der Schleimhaut des intestinalen Traktes mitverantwortlich. Weiterhin ist CCL28 in der Immunabwehr von bakteriellen, mykotischen und viralen Infekten involviert (betrifft sowohl Gram-negative als auch Gram-positive Infektionen, wie auch Expositionen durch HI-Viren und Influenzaviren).

CCL28 ist im mukosalen Epithel bei Asthma bronchiale hochreguliert. CCL28 ist im Speichelsekret bei Patienten mit Sjögren-Syndrom (M35.0) gegenüber nicht Erkrankten signifikant vermindert.

Literatur
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  1. Berri M et al. (2014) CCL28 involvement in mucosal tissues protection as a chemokine and as  an antibacterial peptide. Dev Comp Immunol 44:286-290.
  2. Danilova E et al. (2015) A role for CCL28-CCR3 in T-cell homing to the human upper airway mucosa. Mucosal Immunol 8:107-114.
  3. Hernandez-Molina G et al. (2015) Absence of salivary CCL28 in primary Sjögren's syndrome. Rheumatol Int 35:1431-1434.
  4. Mohan T et al. (2016) Co-delivery of GPI-anchored CCL28 and influenza HA in chimeric virus-like particles induces cross-protective immunity against H3N2 viruses. J Control Release 233:208-219. 
  5. Pallister KB et al. (2015) Bovine CCL28 Mediates Chemotaxis via CCR10 and Demonstrates Direct Antimicrobial Activity against Mastitis Causing Bacteria. PLoS One 10:e0138084.
  6. Thomas MA et al.(2015) Structure-function analysis of CCL28 in the development of post-viral asthma. J Biol Chem 290:4528-4536. 

Verweisende Artikel (2)

Chemokine; MEC;
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