Bienenstich T63.4

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

Alle Autoren

Definition

Stich einer Biene mit nachfolgender entzündlicher Lokalreaktion.

Klinisches Bild

Umschriebene, schmerzhafte, ödematöse Schwellung und Rötung, gelegentlich kleine Blutung aus der zentralen Einstichstelle. Stachel teilweise noch vorhanden. Bei Stichen in Zungen-, Gaumen- und Rachenregion evtl. Erstickungsgefahr durch Schwellung der Zunge und Glottisödem. Selten schwere Allgemeinsymptome. Immunität gegenüber Bienengift durch wiederholte Bienenstiche (Imker). Bei Imkern zeigt sich eine geringe, kurz dauernde Quaddelbildung auf Bienenstiche. S.a. Bienengiftallergie.

Therapie

  • Ggf. Stachel mit Splitterpinzette entfernen. Bei starker Lokalreaktion kurzfristig potente Glukokortikoidexterna z.B. 0,1% Mometason Salbe (z.B. Ecural) oder 0,05% Clobetasol-Salbe/Creme (z.B. R054 , Dermoxin Salbe) einsetzen. Zusätzlich Anwendung feuchter Kochsalzumschläge über in dicker Schicht aufgetragener Salbe. Die Effektivität externer Antihistaminika wie Dimetinden (z.B. Fenistil Gel) ist umstritten.
  • Bei Systemreaktionen stadiengerechte Behandlung je nach Klinik. Bei Anaphlyaxie s.u.Therapie des anaphylaktischen Schocks.
  • Bei systemischen Reaktionen und nachweisbarer Sensibilisierung ggf. spezifische Immuntherapie. S.u. Insektengiftallergie.

Interne Therapie

Naturheilkunde

Bei der üblich zu erwartenden Lokalreaktion kann man eine halbe aufgeschnittene Küchenzwiebel auf die Stichstelle legen und zugleich mit kaltem Wasser oder einem Kühlelement kühlen. Küchenzwiebeln wirken v.a. über den Wirkstoff Allicin, antientzündlich und schmerzlindernd.

Disclaimer

Bitte fragen Sie Ihren betreuenden Arzt, um eine endgültige und belastbare Diagnose zu erhalten. Diese Webseite kann Ihnen nur einen Anhaltspunkt liefern.

Abschnitt hinzufügen

Autoren

Zuletzt aktualisiert am: 15.05.2014