Apfel

Zuletzt aktualisiert am: 19.02.2018

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Apfelbaum; Malus domestica

Definition

Gattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Es handelt sich um sommergrüne Bäume oder Sträucher. Das fleischige Gewebe des Apfels (Malus), als Frucht bezeichnet, entsteht aus der Blütenachse.

Allgemeine Information

Das komplexe Aroma des Apfels setzt sich aus zahlreichen Stoffen zusammen. In der quantitativen Zusammensetzung der Aromastoffe des Apfels gibt es große sortenbedingte Unterschiede. Im Wesentlichen sind Ester, Aldehyde und Alkohole am Apfelaroma beteiligt. Zu den wichtigsten Estern zählen Ethyl-2-methylbutyrat, Ethylbutyrat, 2-Methylbutylacetat, Butylacetat und Hexylacetat. Zu den Aldehyden, die zum Teil erst beim Zerkleinern oder Kauen im Mund durch eine sehr schnelle enzymatische Umwandlung von Fettsäuren entstehen (Geschmack nach grünen Äpfeln, wie Granny Smith), gehören Hexanal und 2-Hexenal. Bei den Alkoholen sind 1-Butanol, 2-Methylbutanol, 1-Hexanol und 2-Hexenol von Bedeutung. In Europa machen drei gängige Apfelsorten nahezu 70 % des Gesamtangebotes am Apfelfrucht-Markt aus:
  • Golden Delicious
  • Jonagold
  • Red Delicious
Weitere wirtschaftlich bedeutende Sorten, die im Erwerbsobstbau mit geringen Kosten angebaut werden können (grob absteigend nach wirtschaftlicher Bedeutung sortiert) sind Gala, Granny Smith, Elstar, Cox Orange, Schöner aus Boskoop, Gloster, Idared.

Klinisches Bild

Äpfel spielen aus allergologischer Sicht eine wichtige Rolle (s. Apfelallergie)

Hinweis(e)

Im Obstbau hat der Kulturapfel (Malus domestica) eine überragende Bedeutung. Malus domestica ist eine Zuchtform, die offenbar durch Kreuzung des auch heute noch wild vorkommenden Holzapfels (Malus sylvestris) mit Malus praecox und/oder Malus dasyphylia entstanden ist. Seine ursprüngliche Heimat liegt möglicherweise in Asien. Daneben werden manche aus Ostasien stammende Arten mit nur etwa kirschgroßen Früchten, wie etwa der Japanische Apfel u.a. in gemäßigten Klimagebieten als Ziersträucher und -bäume angepflanzt. Die älteste dokumentierte Sorte des Kulturapfels ist vermutlich der Borsdorfer Apfel, der bereits 1170 von den Zisterziensern erwähnt wurde. Um 1880 waren mehr als 20.000 Apfelzüchtungen weltweit in Kultur, davon allein in Preußen über 2.300 Sorten. Heute gibt es in Deutschland ungefähr 1.500 Sorten, von denen aber lediglich 60 wirtschaftlich bedeutend sind.

Weiterführende Artikel (1)

Apfelallergie;
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