Amylasen

Zuletzt aktualisiert am: 30.05.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Definition

Gruppe weit verbreiteter Glykosidasen, die in Sacchariden die alpha-1,4 glykosidische Bindung spalten. Amylase und Pankreasamylase werden zur Diagnose einer akuten oder chronisch rezidivierenden Pankreatitis, einem Nachweis einer Pankreasbeteiligung bei abdominellen Erkrankungen, Parotitis und zur Verlaufskontrolle  nach einem chirurgischen Eingriff im Abdomen verwendet.

 

Einteilung

Alpha-Amylasen (auch Endoamylase) – Angriffspunkt im Inneren des Saccharid-Moleküls. Vorkommen: in Tieren (Pankreasenzyme, Speichel, Leber)

Beta-Amylasen - Angriffspunkt am nicht reduzierten Kettenende des Saccharid-Moleküls. Vorkommen: nur in Pflanzen 

Allgemeine Information

Normwerte: Normwerte:

Alpha-Amylase (im Serum): <110 U/l

Pankreas-Amylase (im Serum): 28-100 U/l

Pathologisch erhöht: akute Pankreatitis, chronische Pankreatitis, Pankreasgangverschluss, Begleitpankreatitis, Erkrankungen der Mundspeicheldrüsen, Alkoholismus, Lebererkrankungen, Niereninsuffizienz, diabetische Ketoazidose, Opiattherapie oder –abusus.

 

Verweisende Artikel (1)

Glykosidasen;

Weiterführende Artikel (1)

Alpha-Amylase ;
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