Ameisensäure

Zuletzt aktualisiert am: 24.10.2017

Autor: Prof. Dr. med. Peter Altmeyer

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Synonym(e)

Acidum formicum; Methansäure

Definition

Ameisensäure, Acidum formicum (von lat. formica= Ameise), ist eine farblose, klare, stechend riechende Flüssigkeit, die mit Wasser, Ether, Ethanol mischbar ist. Ihre Salze werden als Formiate bezeichnet. Die Ameisensäure ist in der EU unter der Nummer E 236 als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen.

 

Anwendungsgebiet/Verwendung

In der Natur kommt die Ameisensäure in Ameisen, im Bienengift, im Honig, in Brennesseln und im Schweiß vor;  weiterhin in zahlreichen Früchten wie in Äpfeln, Erdbeeren, Himbeeren u.a.

Medizinisch wird Ameisensäure in 5% wässriger Applikationsform zu Einreibungen bei  Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises genutzt (Spiritus formicarum = Ameisenspiritus).      

Lebenmitteltechnisch wird die Ameisensäure z.B. zur Konservierung von Getränken, Süßwaren, Konditoreiprodukten, Speiseeis eingesetzt. Weiterhin wird die Säure als Desinfektionsmittel für Bierfässer genutzt.

In der Landwirtschaft wird die Ameisensäure zur Konservierung von Silofutter verwendet.  Ameisensäure spielt eine Rolle bei Imkern, die die Säure zur Behandlung der Bienen gegen Milben nutzen.

Unerwünschte Wirkungen

Bei höheren Konzentrationen z.B. bei Ameinsenkontakten oder beim Berühren von  Brennhaaren der Brennessel treten lokalisierte, toxische Reaktionen mit juckender Quaddelbildung auf. 

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